Vorsitzender Markus Baumeister will „wachrütteln“



Vorsitzender Markus Baumeister will „wachrütteln“



Warum reihen sich von insgesamt mehr als 400 Mitgliedern der Schützenbruderschaft St. Hubertus Beckum nur drei in den Festzug am Montagnachmittag ein?
 

Diese Frage hat sich der Schützenvorstand um den Vorsitzenden Markus Baumeister – wie berichtet – immer wieder nach dem Schützenfest in Beckum gestellt, eine plausible Antwort aber nicht gefunden.

Während der Festabrechnung am Samstag ging der Brudermeister in die Offensive und provozierte die Schützenbrüder: „Ich glaube, es ist Faulheit.“ Dann unterbrach er die Sitzung für fünf Minuten, in denen zwar eine rege Diskussion unter den Schützen stattfand, nicht aber mit dem Vorstand der Bruderschaft. Ob er darüber enttäuscht sei, wollten wir von Markus Baumeister wissen. „Enttäuscht nicht. Ich habe in viele zustimmende Gesichter geblickt und bin mir sicher, dass das Thema auch intern noch einmal aufkommen wird.“ Auf jeden Fall soll es auf der Generalversammlung im nächsten Jahr auf den Tisch kommen. Warum Baumeister so deutliche Worte fand und bei ähnlich schwacher Beteiligung in Zukunft den Montags-Festzug in Frage stellt („Dann müssen wir uns überlegen, ob wir überhaupt montags noch einen Festzug machen“)? „Ich wollte wachrütteln. Denn so geht es montags nicht mehr weiter. Samstag und Sonntag sind schließlich auch genügend Schützenbrüder im Festzug.“

Gewinnsteigerung um 44 Prozent

Abgesehen von dem Ärger über die Beteiligung am Montags-Festzug konnte der Vorstand der St.-Hubertus-Bruderschaft aber tolle Zahlen präsentieren. Der Gewinn (2266,39 Euro) legte gegenüber dem Jahr 2015 um 44 Prozent zu. Baumeister: „Viel mehr ist gar nicht mehr drin.“ Das gute Ergebnis sei auch auf Sparmaßnahmen, wie den Verzicht auf eine vierte Kapelle, zurückzuführen. Ärgerlich war die Schadenshöhe beim Glasbruch: 179 Euro.

Lob gab es unter anderem für das Thekenteam, das am Schützenfest-Samstag „super reagiert“ habe. Weil während der Übertragung des EM-Viertelfinals zwischen Deutschland und Italien nicht so viel getrunken worden sei, habe die Thekenmannschaft kurzerhand Tischbedienungen eingerichtet. „Das kam spitze an“, berichtet Brudermeister Markus Baumeister, der auch die Helferinnen und Helfer für die Absperrungen der Festzüge hervorhob. „Neben Feuerwehr und Polizei sind besonders die Volkringhauser zu erwähnen, die die Organisation komplett übernommen haben. Das wird wahrscheinlich auch im nächsten Jahr so sein.“ Dann wird nach Aussage von Markus Baumeister wahrscheinlich auch der Schützenverein Eisborn mit einbezogen, um sich fortan gegenseitig zu unterstützen.

100. Geburtstag im Jahr 2020

Nicht nur auf das nächste Schützenfest blicken die Beckumer gespannt, sondern auch schon auf das Jahr 2020, wenn die St.-Hubertus-Bruderschaft 100 Jahre alt wird. Weil im selben Jahr auch die Schützen in Volkringhausen und Küntrop ihre Jubiläen feiern, hatte sich ein Arbeitskreis gegründet, der die Termine abgestimmt hat. In Beckum wird der 100. Geburtstag vom 14. bis 16. August 2020 gefeiert.

Für die großen Feierlichkeiten soll eine Festschrift erscheinen. „Wer Schriftstücke oder alte Fotos besitzt, der soll sie uns bitte zukommen lassen“, sagte Markus Baumeister.

(Quelle: derwesten.de, 10.10.2016, Alexander Bange)







Veröffentlicht am:
08:02:49 11.10.2016 von Administrator